Unsere "Wald-Seite"

aktualisiert 24.10.16Me

Wer über Deutschland im Flugzeug unterwegs ist sieht, dass wir, anders als die meisten unserer Nachbarn, vor allem ein waldreiches Land sind.
Der Wald ist ein tief im Lebensgefühl der Mitteleuropäer verwurzelter Lebensraum, voller Romantik und Mythen.
Viele in diesem Land sind der Meinung, dass die Natur, und hier besonders der Wald, schon weitestgehend zerstört ist.
Viele in diesem Land allerdings sind kaum in der Lage, auch nur eine handvoll Baumarten auseinanderzuhalten.
Und viele sind der Meinung, dass die meisten Waldtiere vier Beine haben.


Vor zwei, drei Jahrzehnten war das "Waldsterben" ein großes Thema in der Gesellschaft und in der Schule.
Aus der damaligen Perspektive musste man annehmen, dass dem Wald nur noch wenige Jahre beschieden wären.
Der Wald ist nicht gestorben und der Begriff "Waldsterben" wurde ersetzt durch "neuartige Waldschäden". Heute ist das Thema fast völlig aus den Medien verschwunden.

Was nun? Ist der Wald am Ende, ist er gefährdet oder ist alles nur Panikmache gewesen?

Beurteilen kann das nur, wer den "Patienten" kennt und erkennen kann, ob ihm etwas fehlt.
Das gelingt nur wenn man weiß, welche Pflanzen und Tiere unter bestimmten Voraussetzungen im Lebensraum "Wald" zuhause sind.

Und dieses Wissen sollte sich am besten auf eigene Erfahrungen gründen.

Nehmen wir uns die Zeit dafür!


     
             

 

       
     

Fast alle Eltern möchten, dass aus ihren Kindern mal etwas wird. Dass sie es sogar noch besser haben.
Aber: Gibt es bei Pflanzen und Tieren so etwas wie eine Chancengleichheit für den Nachwuchs?
Wer oder was entscheidet darüber, ob aus den Hainbuchen-, Waldkiefern- oder Rotbuchenkeimlingen größe Bäume werden?

Mehr "Baumbabys"...

Die Wildnis unter unseren Füßen...

Materialien zum Thema "Laubstreu-Untersuchung"

Man muss eigentlich gar nicht so weit weg fahren, um auf "Safari" zu gehen:
Wer mit einer flachen Schale, einem Drahtgitter, Exhaustor und Lupe in der Laubstreu eines Laub- oder Mischwaldes unterwegs ist, wird schnell auf eine Menge wilder, fremder und abenteuerlich aussehender Tiere stoßen. Viele sind mit bloßem Auge zu erkennen, für einige braucht man eine Lupe oder ein Binokular und für die meisten ein Mikroskop.
Wer meint, dass die meisten Tiere vier oder zwei Beine haben wird schnell eines Besseren belehrt!

Alle Tierealle leben von der durch die Pflanzen umgewandelten und gespeicherten Sonnenengergie. Überwiegend Pflanzenfresser (Herbivoren, Konsumenten 1. Ordnung) und deutlich weniger Carnivoren d.h. Konsumenten 2. oder 3. Ordnung. bilden sie zusammen mit den pflanzlichen Produzenten Nahrungsketten bzw. eine Nahrungspyramide.
Die größeren Tiere, die man wohl am ehesten im Wald erwartet (Fuchs, Uhu, Specht, Reh, Eichhörnchen...) bekommt man seltener zu Gesicht. Warum wohl?

Wir haben die häufigsten Tiere der Bodenlaubstreu in Nahrungsebenen (Trophiestufen) eingeteilt (K1, K2 und K3) und ihnen (relative, sich an der Größe orientierenden) Biomassefaktoren zugewiesen. Durch Multiplikation der Anzahl gefundener Tiere mit dem entsprechenden Biomassefaktor lässt sich die relative Biomasse der einzelnen Trophiestufen ermitteln.
Wer sich das Rechnen ersparen möchte, kann sich unser dazu passendes EXCEL-Programm herunterladen.

 

Grafische Darstellung mit EXCEL-Programm

Bestimmungshilfe "Tiere in der Boden-Laubstreu" (auch zum Ausschneiden und Ordnen nach Trophiestufen)

Arbeitsblatt zum Eintragen und Berechnen

EXCEL-Programm (erzeugt Kreissektoren-Diagramm mit prozentualer Verteilung und Nahrungspyramide)

 

   
   

Das Thema "Waldökologie" als Biologie-Thema in der Qualifikationsphase 2016

 

Eintägige LehrerInnenfortbildung „Ökologie des Waldes“
am Montag, 04.04. oder Dienstag, 05.04.16

In dieser Fortbildung zeigen wir interessierten Lehrerinnen und Lehrern, wie die inhaltsbezo-genen Kompetenzen (FW 3.4 und FW 4.4) praxisnah im Ökosystem Wald umgesetzt werden können und was die Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsphase in einem Kurs zum Thema „Ökologie des Waldes“ erwartet und welche Inhalte zum Schülerkurs gehören. Wir vermitteln das methodische Vorgehen bei einer Kartierung (unter Berücksichtigung der öko-logischen Potenzen und abiotischen Faktoren), zeigen wie Bodenproben entnommen und –untersucht werden und wie man mit den Ellenberg-Zahlen arbeitet.

Und das bieten wir Ihnen (geplanter Verlauf)

Ihre Anmeldung zur Lehrerfortbildung erbitten wir über VeDaB oder per E-Mail, Fax oder Post

 

Kursangebot „Ökologie des Waldes“
im Frühjahr / Sommer 2016

Im Juni und Juli 2014 haben wir 35 Kurse für Klassen 11 und 12 durchgeführt!
Wir bieten Ihnen und Ihren Schülern im Zeitraum zwischen April und Juni 2016 erneut jeden Tag einen Kurs an!


Themen:

Wir bieten Ihnen 2016 innerhalb des Themas "Waldökologie" folgende Basisthemen an, die in Absprache mit den jeweiligen KursleiterInnen nach Ihren Wünschen unterschiedlich gewichtet und kombiniert werden können:

  • Einführung in die Ökologie des Waldes (Ökologie – Einführung des Ökosystems Wald)
  • Grüne Pflanzen als Produzenten (Photosynthese)
  • Nahrungsbeziehungen und Stoffkreisläufe (Ökologie – Nahrungsbeziehungen und Stoffkreisläufe in Ökosystemen)
  • Veränderungen in Ökosystemen (Ökologie – Veränderungen in Ökosystemen am Beispiel des Ökosystems Wald)

Unser Standardprogramm:

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten nach einer (nach Vorgespräch) abstimmbaren Einführungsphase in Gruppen
im Themengarten "Ökologische Kleinexperimente" und (nach einer Pause) im "Tüxen-Wald" an 3 - 5, unterschiedliche Waldgesellschaften zeigenden Standorten.

Themengarten "Ökologische Kleinexperimente"...

  • Abiotische Faktoren und ökologische Grundbegriffe am Beispiel
  • Höhenstufenbeete (Spontanbesiedlung auf zwei Bodentypen unterschiedlicher Mächtigkeit)
  • Monatsbeete (Spontanbesiedlung auf turnusmäßig abgeräumten Beeten)
  • Jahresbeete (Spontanbesiedlung, Pionierpflanzen und Sukzessionen innerhalb von drei Jahren)
  • Substratbeete (lanjährige Sukzession auf verschiedenen Böden)
  • Schiefe Ebene (Spontanbesiedlung entlang eines Feuchtegradienten)
  • Lebensformen (nach Raunkiaer), CRS-Konzept nach Grime
    u.a.m

"Tüxen-Wald"...

  • Vegetationsaufnahme in unterschiedlichen Waldgesellschaften
  • Stockwerkaufbau, Zusammensetzung und Artmächtigkeit (Deckungsgrad) der Schichten
  • Erfassung abiotischer Faktoren (Licht, Temperatur, Bodenfeuchtigkeit, Bodenhorizonte, Bodentyp/-art, pH-Werte, Nitrat- und Kalkgehalt)
  • Erwerb von Artenkenntnis, Artbestimmung Bäume/Sträucher und krautige Pflanzen anhand des aktuellen Pflanzenbestandes
  • Zeigerwerte nach Ellenberg
  • Konzept der "ökologischen Gruppen" nach Ellenberg/Hofmeister)
  • Korrelation von Mess- und Zeigerwerten
  • Einordnung der Untersuchungsfläche in das System der Waldgesellschaften
  • Toleranz- und Existenz-/Präferenzbereiche verschiedener Baumarten
  • u.a.m.


   
 

Materialien zum Thema "Waldökologie":

Einsatz jeweils nach Absprache!

Gruppenarbeitskästen "Waldökologie" zum Untersuchen abiotischer und biotischer Faktoren

 

 

 

 

 

Einführungsvortrag "Waldökologie"

 

Artenkenntnis Bäume, Sträucher, Pflanzen der Krautschicht

Arbeitsblätter abiotische und biotische Faktoren

Zeigerwerte, ökologische Präferenz

Erfassung abiotischer Faktoren

Artenlisten (2014) der Beete im Themengarten "Ökologische Kleinexperimente"
(Spontanbesiedlung und Konkurrenz unter verschiedenen abiotischen Faktoren)

Arbeitsblätter Themengarten "Ökologische Kleinexperimente"