Die Deutsche UNESCO-Kommission hat im August 2013 das Schulbiologiezentrum Hannover mit dem eingereichten Thema "Nachwachsende Treibstoffe: Vom Acker in den Tank?" als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet.
Die Auszeichnung erhalten Initiativen, die das Anliegen dieser weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln.

 

Foto: Ingo Mennerich

  BNE
Bildung für nachhaltige Entwicklung

"Bildung für nachhaltige Entwicklung" hat
"nachhaltige Entwicklung von Bildung" zur Voraussetzung!

Ohne Bildung keine Nachhaltigkeit...


"Nachhaltig handeln" bedeutet für uns z.B. :

  • Vorsorge zu tragen, dass dem System Erde nicht mehr Ressourcen entnommen werden als natürlich nachwachsen können.
  • Vorsorge zu tragen, dass die Grundlagen des Lebens erhalten bleiben.
  • Vorsorge zu tragen, dass wir - mit Kenntnissen und Fähigkeiten ausgestattet - gemeinsam die Aufgaben lösen können, die uns eine zunehmend globalisierte Welt aufgibt.
  • Vorsorge zu tragen, dass diese Kenntnisse und Fähigkeiten so vermittelt werden, dass sie anschaulich, handlungs- und erfahrungsorientiert sind.

Nachhaltiges Handeln sollte auf der Kenntnis der komplexen und empfindlichen Zusammenhänge auf diesem Planeten fußen.


Das heißt: Handeln und Wissen bilden eine dialektische Einheit.


"Vom Wissen zum Handeln":

Dies war und ist der Leitfaden unseres Unterrichts- und Themenangebots, lange bevor der forstwirtschaftlich geprägte Begriff der "Nachhaltigkeit" Eingang in den politischen und pädagogischen Sprachgebrauch fand.
Handeln und Wissen sind auf vielfältige Weise miteinander verbunden. Die aktive Auseinandersetzung mit Naturphänomenen führt zur Aneignung von Wissen dass wiederum zu verantwortungsvollerem, nachhaltigeren Handeln führen kann.

Diesen Prozess zu begleiten achten wir als unsere Aufgabe.

Neben globalen, aber stets praktisch erfahrbaren Aspekten wie dem Gewässer- und Bodenschutz, dem Erhalt des tropischen Regenwaldes oder der Klimaproblematik stehen ganz kleinschrittige und emotionial höchst tiefgreifende Erlebnisse in einer naturnahen Umgebung im Vordergrund:
Der Umgang und Erfahrungen mit konkreten, erlebbaren Pflanzen und Tieren in ihrer natürlichen oder nachgebildeten Umgebung.
Hier bildet sich das Große im Kleinen, Überschaubaren ab und führt zu einer Empathie und Respekt fördernden Einstellung gegenüber der belebten und unbelebten Natur.
Dies ist besonders im Hinblick auf eine wachsende Entfremdung von der physisch erfahrbaren Natur von großer Bedeutung.

An konkreten, selbst erfahrbaren Dingen wird vorausschauendes Denken und Handeln eingeübt, mit Freude am gemeinsamen Lernen und Erfolg.
Diese Erfahrungen bilden die Grundlage eines wachsenden, eigenständigen Verantwortungsgefühls für diese Welt.

Zur nachhaltigen Entwicklung gehört für uns aber auch die fachliche Qualifikation junger Menschen für eine Welt von Morgen, eine Welt, die durch zunehmend komplexere Entdeckungen und Erfindungen, aber auch durch Konflikte gekennzeichnet ist. Eine Welt, in der Neugier, Staunen, die Fähigkeit zum Austausch von Erfahrungen, die Freude an der Lösung von Problemen im Team, die Teilhabe an der gemeinsamen Lösung von Konflikten zu Grundqualifikationen eines friedlichen globalen Miteinanders werden.
Dazu gehört die naturwissenschaftliche Grundbildung vom frühen Kindesalter bis hinauf zum jungen Erwachsenen und die Aus-und Weiterbildung derjenigen, die diesen Prozess begleiten.



 

"Schulkinder müssen die Wahrheit ertragen lernen - dazu muss man sie ihnen allerdings sorgfältiger erklären als durch Schlagworte und Drohkulissen. Den Kleinsten jedoch sollten wir zuerst die Natur in ihrer ganzen Kostbarkeit zeigen, ehe wir davon erzählen, dass wir gerade dabei sind, diese zu zerstören. Das lernen sie früh genug.

"Das Klimawissen der Siebenjährigen", Sandra Kegel in der FAZ, 11.12.09